Pfarrkirche Mittersill
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Pfarrkirche Mittersill
Vorübergehend geschlossenDie Pfarrkirche Mittersill wurde nach dem großen Marktbrand Mittersills (1746) in den Jahren 1747-1749 von Johann Kleber erbaut.Sie besticht durch ihre Schlichte Festlichkeit, hervorgerufen durch den wunderbaren Farbstuck im Rokokostil. Das Hochaltarbild zeigt den hl. Leonhard, Patron des Viehs, des Ortes und der Pfarrkirche. Besonders beeindruckend ist die Kreuzigungsgruppe über dem Volksaltar und die Kanzel des einheimischen Bildhauers Peter Schmid auf 1765.Kunstgeschichtlich bedeutsam sind die Glasmalereien aus 1840. Sehenswert auch die „Schmerzenskapelle“ mit dem leidenden Christus und vielen Votivtafeln.Die Kirche ist jederzeit zum Gebet und zur Besichtigung offen. Ein Kirchenführer liegt in der Kirche auf. Im Hochaltal der Pfarrkirche Mittersill sind Arbeiten aus dem 17. bis 20. Jahrhundert vereint. Der älteste Teil ist das Mittelstück des Altars, einschließlich der Postamente der beiden inneren Säulen.
Pfarrkirche
Die größte der drei Mittersiller Kirchen steht seit mehr als 250 Jahren außerhalb und südlich des alten Marktkerns. Nach der Zerstörung der früheren Leonhardskirche durch den Marktbrand und häufige Hochwasser wurde die heutige Pfarrkirche an etwas höherer und trockeneren Stelle neu errichtet. Auffallend dabei ist ihre Nord-Süd-Ausrichtung und nicht wie üblich nach Osten gerichtet, ebenso der Zwiebelturm. Wie die Annakirche weisen diese auf den Bau in der Barock- bzw. Rokokozeit hin, im gesamten Oberpinzgau gibt es sonst nur Kirchen mit einem Spitzturm.
Das Innere der Kirche wurde in den letzten Jahrzehnten mehrmals restauriert und erstrahlt nun in hellem Glanz. Der an Kunst interessierte Besucher kann dabei mehrere Besonderheiten entdecken, die noch aus der alten gotischen Hauptkirche stammen. Die Mittersiller Bildhauer und Maler Petrus Schmid Vater und Sohn haben sich hier mit ihren Werken verewigt.
Sowohl der Hochaltar mit dem Bild des hl. Leonhard als Patron der Gefangenen und Kranken als auch die Seitenaltäre (links der Josefsaltar als Bezug zur 1721 gegründeten Josefi-Bruderschaft von Mittersill, rechts der Frauenaltar mit der gotischen Muttergottesfigur – Unser Liebe Frau Gnadenbildnuß im Markte Mittersill – stammen aus der alten Leonhardkirche. Allerdings wurden sie höher und breiter gebaut, damit sie optisch besser in den neuen, größeren Kirchenbau passen.
Neben den beiden überlebensgroßen Figuren im Langhaus – links die Schmerzensmutter (Mater dolorosa) und rechts der Schmerzensmann (Ecce-Homo) fällt die kunstvolle Kanzel samt Schalldeckel auf. Das von Kunstsachverständigen oft als prächtigste Rokokokanzel des Pinzgaus bezeichnete Werk stammt ebenso von Vater und Sohn Schmid.
Beachtenswert sind darüber hinaus die Mittersiller Kirchenfenster, vom damaligen Pfleger Ignaz von Kürsinger beauftragt. Dieser berichtet 1841 in einem Aufsatz von der Wiedergeburt der Glasmalerei in Österreich, dass seit der Anschaffung höchste Personen, Gelehrte und Künstler diese Glasgemälde besichtigten. Johann Hauer aus Krumau hat sie geschaffen. Er war der Sohn eines Glasfabrikanten und arbeitete in mehreren Glashütten in Salzburg und Oberösterreich.
Zwei kostbare Kunstwerke aus der alten Kirche sind leider nicht zu sehen: die gotische Statuette des hl. Leonhard in der nicht öffentlich zugängigen Werktagskapelle und die Figurengruppe der hl. Anna-Selbdritt vom ehemaligen Faistenberger-Altar in der Annakirche, heute im Dommuseum zu Salzburg.
Adresse
Öffnungszeiten
Öffnungszeiten Pfarrkanzlei Mittersill
Montag bis Freitag
07:30 bis 11:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: 31.10.2025Alle vorliegenden Inhalte hat die Redaktion nach bestem Wissen recherchiert. Die Redaktion der Salzburger Verkehrsverbund GmbH kann aber keine Gewähr für die Vollständigkeit, Korrektheit und Aktualität übernehmen. Wir bitten Sie, bei der Ausflugsplanung die Angaben zu überprüfen, da sich Öffnungszeiten, Eintrittspreise oder Informationen ändern können. Haftungsansprüche gegenüber der Redaktion oder der Salzburger Verkehrsverbund GmbH, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung der dargestellten Informationen bzw. Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen.